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Palettenlager

Abb. Palettenlager

Palettenlager – Was ist das?

Wie der Name schon sagt, werden in einem Palettenlager Paletten, Gitterboxen oder andere genormte tauschfähige Ladungsträger gelagert.

Bei einem Palettenlager gibt es zwei Arten von Lagersystem:

  1.  übereinandergestapelt und in Gassen oder Blöcken auf dem Lagerboden gelagert oder
  2. in einem Palettenregal, welche keine geschlossen Böden hat.

Palettenlager sind in verschiedene Systeme unterteilt, die es dem Lagerpersonal ermöglichen Paletten effizient zu lagern. Die gängigsten Palettenlagersysteme sind:

  1. die Blockstapelung
  2. der Stapelrahmen
  3. das Einfach-Tiefenregal
  4. das Doppel-Tiefenregal
  5. das Einfahrregal
  6. das Palettendurchlaufregal und
  7. das Einschuberegal

 

1. Die Blockstapelung

Bei der Blockstapelung werden die Stückgüter in Gassen oder Blöcken auf dem Boden übereinandergestapelt. Die Stapelhöhe der Paletten hängt von mehreren Faktoren ab. Der Zustand der Paletten spielt eine Rolle, sowie das Gewicht der Ladung, dem Höhenabstand und der Leistungsfähigkeit des Lagerstaplers.

Vorteilig bei dieser Methode ist das kostengünstige Implementieren, da lediglich eine offene Grundfläche nötig ist und keine Regale installiert werden.

Gegen diese Methode spricht das LIFO-Verfahren (Last-in-Last-out). Zum Beispiel bei Artikeln mit einem MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) ist die Entnahme nach FIFO (First-in-First-out) nicht möglich. Es würde zu Wabenbildung kommen und die Lücken ließen sich erst wieder auffüllen, wenn die gesamte Fahrspur leer ist.

 

2. Der Stapelrahmen

Der Stapelrahmen oder auch Palettenstapelrahmen besteht aus einem Boden und Stützpfosten, die bei Bedarf aufgestellt und bewegt werden können. Mit Hilfe des Stapelrahmens lassen sich Paletten optimal übereinander stapeln, die normal nicht stapelbar sind, da der Rahmen einfach auf die Palette gesetzt wird. Der Rahmen bildet eine stabile Ebene und durch die Stapelecken steht die obere Palette rutschfest und sicher.

Besonders zu Stoßzeiten setzten viele Unternehmen die Stapelrahmen als temporäre Regale ein, da sich so der vorhandene Lagerplatz optimal nutzen lässt. Das Problem der Wabenstruktur besteht jedoch auch bei dieser Methode, siehe Blockstapelung.

 

3. DasEinfach-Tiefenregal

Bei dieser Methode ist der Zugang zu jeder im Regal gelagerten Palette möglich und das Wabenproblem ist nicht gegeben. Der freigewordene Platz steht sofort für das Platzieren einer neuen Palette zur Verfügung. Das Konfigurieren dieser Regale ist auf vielfältige Weise mit unterschiedlichen Höhen möglich und sind heutzutage in den meisten Lagerhallen im Einsatz. Von Nachteil ist lediglich, dass viel Stellfläche benötigt wird.

 

4. Das Doppel-Tiefenregal

Das Doppel-Tiefenregal setzt sich aus zwei Einfach-Tiefenregalen zusammen, die hintereinandergestellt werden. Diese Variante reduziert die Anzahl der Gänge, wie sie sich beim Einfach-Tiefenregal ergeben.  Unter Umständen ist diese Methode jedoch wieder anfällig für Wabenbildung, was die Effizienz mindern kann. Außerdem ist ein spezieller Stapler notwendig, der die Paletten im hinteren Bereich des Regals platzieren oder entnehmen kann.

 

5. Das Einfahrregal

Einfahrregal oder auch Drive-In-Regal bieten das fünf- bis zehnfache an Palettenstellplätzen und somit Vorteile bei der Raumausnutzung. Der Zugang zum Ein- und Auslagern von Material durch die Gabelstapler ist durch Einfahrwege gegeben. Dadurch ist der Bewegungsspielraum der Stapler sehr begrenzt und es wird mehr Zeit für das Ein- und Auslagern der Paletten benötigt. Daraus resultiert, dass sich diese Methode vor allem für Güter eignet, bei denen die Rotation keine große Rolle spielt und das LIFO-Prinzip genutzt werden kann.

 

6. Das Palettendurchlaufregal

Bei diesem Prinzip bewegt sich die Palette von einem Ende des Regals auf einem Förderband oder auf Rollen vorwärts. Dies ermöglicht es, die Paletten nach dem FIFO-Prinzip zu entnehmen. Sobald die Palette entnommen wurde, fährt die nächste Palette in die vordere Position. Das Palettendurchlaufregal eignet sich hervorragend für Lager mit einem hohen Durchsatz, weil die Ware sich automatisch in Richtung Kommissionierung bewegt. Nachteilig wirken sich die hohen Beschaffungskosten aus.

 

7. Das Einschuberegal

Einschubregale oder auch Push-back-Regale eignen sich wieder hervorragend für eine LIFO-Lösung. Hier wird die Ladung über einen schienengeführten Träger eingelagert. Beim Einlagern einer neuen Palette wird die bereits dort platzierte durch die Last der anderen Lasten zurück in den Lagerbereich geschoben. Beim Entfernen der Last, bewegt sich die dahinter liegende Palette in der Fahrspur wieder in die vordere Position, aus der die andere Palette entfernt wurde.

 

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